Neues aus den Werken beider Marken

Wir möchten hier über Neuigkeiten aus beiden Werken berichten.

Sind aber auf Eure Mitarbeit angewiesen, meldet Euch, falls ihr einen Interessanten Bericht lest, hört oder seht.

Bentley Bentayga

Vorstellung: Bentley Continental GTC V8 S

 

Um den V8-Fans den Griff zum Bentley-Continental schmackhaft zu machen, spendieren die Engländer dem Einstiegsmodell 21 Zusatz-PS und ein paar optische Retuschen.

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Bentley-Chef Wolfgang Schreiber kam aus dem Schwärmen über den Continental GTC V8 S gar nicht mehr heraus: „Der V8 S ist das nächste Kapitel in der Continental-Geschichte, die Bentley-Motors von Erfolg zu Erfolg führt.“ Das sind eine Menge Vorschusslorbeeren für ein Auto, das mit 528 PS gerade einmal 21 PS mehr hat, als der Einstiegs Continental ohne dem „S“ im Namen. Ein paar äußerliche Retuschen gibt es natürlich: Unter anderem einen speziellen Front-Spoiler, vier Auspuffendrohre von denen jeweils zwei die Zahl acht bilden und spezielle 20-Zoll-Reifen. Im Cockpit fallen die schönen Klavierlackapplikationen, die chrombedampften Drehknöpfe, die den guten Audi-Einfluss zeigen und das träge Navigationssystem mit einer veralteten Graphik auf.

 

Continental GTC V8 S: Motor und Fahrwerk

Beim Motor und dem Fahrwerk gab es größere Änderungen. Um die Leistung nach oben zu schrauben, erhöhten die Bentley-Techniker den Druck des Turbo-Laders um 0,1 Bar und installierten eine Auspuffanlage, die weniger Gegendruck sowie einen herrlich bös-bollernden Sound erzeugt. Beim Fahrwerk legten die Ingenieure ebenfalls umfassend Hand an: Lagerbuchsen, der Querstabilisator und die Federn wurden alle versteift beziehungsweise härter gemacht. Außerdem fliegt der Bentley Continental GTC V8 S um einen Zentimeter tiefer über den Asphalt.

 

Gewicht vs. Agilität

Der Allradantrieb mit dem Torsen-C-Mitteldifferential leitet 60 Prozent der Kraft auf die Hinterräder und ist daher hecklastig ausgelegt. Das tut der Agilität sichtbar gut. Das neue Continental-Modell flitzt agil um die Ecken. Wenn es sich aber den Grenzbereich nähert, zeigt sich, dass auch ein noch so ausgefeilter Allradantrieb knapp 2,5 Tonnen Gewicht nicht dauerhaft kaschieren kann. Dann nämlich schiebt edle Brite ganz unmajestätisch über die Vorderräder. Die in vier Stufen manuell justierbaren Dämpfer lassen dem Fahrer die Wahl, wie er sein Gefährt abstimmen will – sportlich straff oder eher kommod. Auch die Lenkung ist gelungen. Mit ihr lässt sich das Nobel-Cabrio präzise um die Ecken zirkeln. Auch wenn die Verwindungssteifigkeit der Oben-Ohne-Version nicht so hoch ist, wie die des Coupés.

 

Sport-Programm

Der Motor bildet das passende Antriebs-Gegenstück. Mit 528 PS und einem max. Drehmoment von 680 Nm ist immer genug Dampf auf der Kette. Das doppelt aufgeladene V8-Triebwerk steht stets Gewehr bei Fuß und katapultiert das Cabrio in lediglich 4,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Dazu passt auch die Höchstgeschwindigkeit von 308 km/h. Ganz ordentlich. Damit diese Leistung auch dementsprechend abgerufen werden kann, hat die Truppe um Baureihenleiter Paul Jones auch das Sport-Fahrprogramm etwas nachgeschärft: Die Gänge werden länger gehalten, die Gaspedal-Kennlinie ist noch etwas aggressiver ausgelegt und das ESP greift später ein.

 

Compound-Bremsen für standesgemäße Verzügerung

Dazu braucht es aber auch eine angemessene Verzögerung. Die kräftigen Karbon-Keramik-Bremsen mit riesigen Bremsscheiben gibt es gegen Aufpreis. Bei einem derart wertvollen Auto und einem recht hohen Gewicht ist das gut angelegtes Geld. Dass sich der Bentley-Continental aber auch über längere Strecken kommod und entspannt bewegen lässt, liegt auch an den sehr bequemen Sportsitzen. Dass der Nobel-Brite ein echtes Fahrer-Auto ist, merkt man auch an den fehlenden Assistenzsystemen: Einen Spurwechsel-Warner sucht man beispielsweise vergebens im Aktivierungs-Menü. Immerhin ist ein adaptiver-Tempomat darin enthalten.

Preise zum Bentley Continental GT V8S

Der neue Continental ist eines der Autos, die eine neue NoVA-Regelung voll zu spüren bekommen werden – auch wenn 246 Gramm CO2-Ausstoß vorbildlich sein mögen für ein Auto dieser Leistungs- und Gewichtsklasse. Bentley gibt deswegen Nettopreise an. Das Coupé kommt um 151.500 Euro, das Cabrio um 166.700 Euro.

 

Vielen Dank an die Kollegen von press-inform.com

          

Luxusautos : Bentley gegen Rolls-Royce - Punktsieg für Piëch

Von Michael Kröger 11.01.2014 aus Manager Magazin Online

      
Rolls Royce oder Bentley - wer macht seine Sache besser? Vor rund 14 Jahren startete BMW und Volkswagen den Wettlauf um die Krone des Automobilbaus. Auf dem Papier sind beide erfolgreich - aber Bentley ist innovativer.
 

Berlin - Es war ein klassischer Fehlstart, den Ferdinand Piëch 1998 beim Einstieg in die Luxusklasse hinlegte. Per Handstreich hatte der Konzernpatriarch im Übernahmekampf um Rolls-Royce den Rivalen BMW ausgestochen - und für knapp 750 Millionen Euro den Zuschlag erhalten. Doch den Hausjuristen war entgangen, dass das Paket lediglich die Fabrik, einige hundert Arbeiter und die Rechte für die Marke Bentley enthielt. Als der Lapsus auffiel, hatte sich BMW längst die Namensrechte für Rolls Royce gesichert. Statt der ursprünglich kalkulierten 900 Millionen kostete BMW der Einstieg bei Rolls-Royce so am Ende nur 120 Millionen.

 
 
 

Hunderte Millionen für ein Emblem, lästerten Piëch-Kritiker und Analysten anschließend. "Bentley ist jeden Penny wert", hielt der Alte ungerührt dagegen.

 

Er sollte Recht behalten: Inzwischen, rund 14 Jahre später, kann Bentley auf eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte zurückblicken. Allein 2013 lieferte die britische Automanufaktur mehr als 10.000 Autos aus - ein Zuwachs von 19 Prozent gegenüber den bereits üppigen Absatzzahlen im Vorjahr und die Bestmarke in der 95-jährigen Geschichte des Unternehmens.

Der im Geschäftsbericht ausgewiesene operative Gewinn stieg sogar noch rasanter. Hatte er 2011 noch acht Millionen Euro betragen, so waren es 2012 bereits mehr als 100. Und das vergangene Geschäftsjahr dürfte angesichts der üppigen Zuwachsraten bei den Auslieferungen noch einmal einige Millionen zusätzlich eingebracht haben.

Im Vergleich dazu fällt die Erfolgsbilanz der edlen BMW-Tochter Rolls-Royce auf den ersten Blick dürftig aus, auch wenn sie für sich genommen durchaus ansehnlich sind. Lediglich 3630 Autos fanden einen Käufer, ein Zuwachs von kaum zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Über den Ertrag schweigt sich der Geschäftsbericht aus.

 

Bentley der Massenhersteller

Kritischen Nachfragen begegnen die Verantwortlich trotzdem mit breiter Brust. Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös beschreibt sein Unternehmen als "Kronjuwel der britischen Luxusgüter-Industrie". Auch in der Konzernzentrale blickt man voller Stolz auf die britische Tochter. "Die Marke ist ein Schmuckstück für den Konzern", versichert ein Sprecher und weist bei dieser Gelegenheit gleich jeden Verdacht auf Verluste zurück: "Mit der Rendite sind wir sehr zufrieden." Den direkten Vergleich mit Bentley halten die Münchener für unangemessen - zumindest lassen sie das durchblicken, wenn man auf die Erfolge des Rivalen hinweist. Sie ordnen Rolls-Royce eine ganze Klasse höher ein.

Wenn man den Preis und geringe Stückzahlen als Ausweis hoher Exklusivität versteht, ist da auch was dran. Im Vergleich zu Phantom und Co sind die Bentleys fast Massenware. Wohlhabende Käufer aus den USA, China und dem Nahen Osten geben dafür im Durchschnitt rund 200.000 Euro aus. Bei Rolls-Royce liegt der Durchschnittspreis bei knapp 400.000 Euro. Und Müller-Ötvös betont: "Wir haben keinerlei Absichten, in der Preispositionierung weiter herunter zu gehen". Schließlich wolle ein Rolls-Royce-Kunde alles - nur nicht, dass sein Wagen an jeder Ecke zu sehen sei.

Die Abgrenzung hält Autoexperte Stefan Bratzel von der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch-Gladbach dennoch für eine Ausrede: "Es genügt nicht, nur den Traditionen zu folgen, man muss eine Marke auch weiter entwickeln".

 

Sieg nach Punkten

In diesem Punkt ist wiederum Volkswagen seinem Rivalen mehr als eine Nasenlänge voraus. Mit dem Continental GT orteten sie zielsicher die Lücke, die zwischen den Business-Limousinen der deutschen Premiumhersteller und dem absoluten Luxussegment besteht - und schufen so eine eigenständige zweite Modellfamilie unterhalb des Arnage. Mit dem seit 2009 gebauten Ghost versucht Rolls-Royce zwar dagegen zu halten, doch die Stückzahlen des GT erreicht er bei Weitem nicht.

 

Und Bentley dürfte den Vorsprung noch ausbauen - mit dem für 2016 avisierten SUV, für den bereits etliche Blindbestellungen vorliegen sollen. Ein Jahr später folgt eine Hybridversion, die für die noble Klientel in den USA und China gedacht ist, die womöglich bald nur noch per E-Antrieb in die Geschäftsviertel der Metropolen fahren dürfen. Von Rolls-Royce ist lediglich der Versuchsballon 102 EX in Erinnerung, ein Phantom mit reinem Elektroantrieb, der schnell im Museum verschwand.

 

Wer hat also seine Sache besser gemacht, Piëch oder BMW-Chef Norbert Reithofer? Wenn man allein auf Stückzahlen und die Entwicklung der Modellpalette abstellt, geht der Pokal an den klar VW-Patriarchen. Und trotzdem ist Reithofer nicht der Verlierer. Denn gerade im absoluten Luxussegment gelten noch andere Maßstäbe, an denen der Erfolg eines Unternehmens gemessen werden muss: Traditionen, die unabhängig von Modezyklen bestehen. Die geringe Zahl der gebauten Autos bei Rolls-Royce kann man insofern auch als Programm interpretieren, und nicht als Beleg für Erfolglosigkeit.

Den operativen Gewinn, den die beiden noblen Konzern-Töchter machen, sollte man dagegen nicht zu hoch bewerten. Experten halten es nämlich für ausgeschlossen, dass auf der Soll-Seite der Bilanz wirklich alle Kosten verbucht sind. Das gilt die Entwicklung von Motoren, Getrieben und Fahrwerken ebenso wie für die Fertigung von Komponenten in anderen Werken des jeweiligen Konzerns. "Ganz streng gerechnet ist jedes Auto bei so geringen Stückzahlen ein Zuschussgeschäft", erklärt ein Analyst. Der operative Gewinn diene nur dazu, die Aktionäre zu beruhigen und um Käufer nicht zu verschrecken: "Wer kauft schon ein Auto von einer Marke, die als chronischer Verlustbringer bekannt ist".

DER NEUE ROLLS ROYCE WRAITH

Rolls Royce Wraith twin turbo-charged V12, 6,6 liter, 624 bhp, 800Nm, 0-100km/h in 4,6 sec,
Rolls Royce Wraith twin turbo-charged V12, 6,6 liter, 624 bhp, 800Nm, 0-100km/h in 4,6 sec,

BENTLEY SUV

Foto Bentley (Porsche und Skoda Yeti lassen grüßen)
Foto Bentley (Porsche und Skoda Yeti lassen grüßen)

GRÜNES LICHT FÜR DEN BENTLEY SUV

Bentley Motors
Pressemitteilung 

www.bentleymedia.com
@BentleyMotorsPR

  • Fertigung einer vierten Modellreihe in Crewe
  • Der Verkauf wird im Jahr 2016 beginnen
  • Schaffung von mehr als 1.000 Arbeitsplätzen in Großbritannien
  • Verkörperung der Bentley Markenwerte durch das neue Modell
  • Kundenreaktionen auf Bentley SUV ausgesprochen positiv

(Crewe, 23 juli 2013). Bentley Motors hat heute bestätigt, dass die Entwicklung des Bentley SUV als vierte Modellreihe des Unternehmens fortgesetzt wird. Der SUV wird in Crewe gefertigt werden und im Jahr 2016 in den Verkauf gehen. Die Fertigung wird in Großbritannien für über 1.000 Arbeitsplätze sorgen. Innerhalb der nächsten drei Jahre wird Bentley mehr als 800 Millionen britische Pfund in den Stammsitz in Crewe und die Entwicklung neuer Modelle investieren.

Die Verkündung der Entscheidung fand am Bentley Stammsitz in Crewe im Beisein des britischen Premierministers David Cameron und Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, statt. David Cameron sagte bei diesem Anlass: „Die Investition in Höhe von 800 Millionen britische Pfund und die Schaffung von 1.000 neuen Arbeitsplätzen sind großartige Nachrichten für Crewe und Großbritannien insgesamt. Die Entscheidung ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Stärkung unserer Wirtschaft.

„Wir wissen, dass unsere prosperierende Automobilindustrie einer jener Industriezweige ist, die im Rennen um die globalen Märkte im Spitzenfeld liegt. Alle 20 Sekunden verlässt in Großbritannien ein Fahrzeug die Fertigung. Zudem hat die Regierung erst kürzlich das Strategieprogramm für die Automobilindustrie vorgestellt, um diesen Erfolg auch in den kommenden Jahren fortzusetzen.

„Ich bin sehr erfreut, dass Bentley das neue Modell hier fertigen wird. So entstehen nicht nur 1.000 neue Jobs, sondern dies bedeutet auch Sicherheit für die existierenden Arbeitsplätze und bessere Ausbildungsmöglichkeiten für hochqualifizierten Nachwuchs.“

Dr. Winterkorn fügte hinzu: „Der Volkswagen Konzern ist von der Wettbewerbsfähigkeit Großbritanniens im Bereich die industriellen Fertigung überzeugt. Auf der ganzen Welt warten Freunde der Marke Bentley gespannt auf das erste SUV-Modell der Marke. Gemeinsam werden wir diesen neuen Bentley zu einem echten Bentley werden lassen - leistungsstark, exklusiv und erfolgreich“.

Der britische Wirtschaftsminister Vince Cable sagte: „Mit dieser Entscheidung bekräftigt einer der größten internationalen Automobilhersteller sein Engagement in Großbritannien. Unser Strategieprogramm für die Automobilindustrie setzt die Zusage der Regierung um, mit den weltbesten Unternehmen wie Bentley an der Schaffung neuer Arbeitsplätze und der Steigerung von Exporten zu arbeiten.

„Bentley war das erste Unternehmen, das ich als Regierungsmitglied besuchte. Diese Firma ist ein ideales Beispiel für Fertigung auf höchstem Niveau. Mehr als vier von fünf der hier in Großbritannien gefertigten Bentleys sind für den internationalen Export bestimmt.“

Dr. Wolfgang Schreiber, Chairman und Chief Executive von Bentley Motors, ergänzte: „Das sind großartige Nachrichten für Bentley und Großbritannien. Die Entwicklung von Bentley verläuft zunehmend erfolgreich. Mit dieser neuen vierten Modellreihe werden wir zusätzlich von der Nachfrage auf dem internationalen SUV-Markt profitieren. Die Unterstützung jedes Einzelnen, der diesem Unternehmen verbunden ist, bildete die Grundlage für diese Entscheidung. Sie wird dafür sorgen, dass wir nachhaltig wachsen können.“

Der SUV wird in jeder Hinsicht den Markenwerten Luxus, Qualität und Handwerkskunst entsprechen. In seiner Formgebung wird er sich deutlich von anderen SUVs unterscheiden und die Bentley DNA widerspiegeln. Das neue Modell wird zum luxuriösesten und leistungsstärksten SUV auf dem Markt avancieren. Innerhalb der letzten 16 Monate beurteilten die Kunden den Bentley SUV äußerst positiv.

 

Die neue Bentley Niederlassung in Bejing !