Shadow II Antriebswellen von Oliver O`Keefe

Vibrationen und AntriebswellenMein vor ca. 4 Jahren gekaufter Silver Shadow II hatte von Anbeginn an unschöne Vibrationen diesich durch das ganze Fahrzeug zogen , ähnlich wie bei unwuchtigen Rädern .Leider brachte das Feinwuchten der Räder nicht den gewünschten Erfolg, das Vibrieren war immernoch da .Die neuen Kreuzgelenke der Kardanwelle haben da schon etwas mehr an Linderung gebracht ,ebenso die neuen Silentblöcke der Hinterachsaufhängung.Die Vibration beim Beschleunigen und dann bei Tempo 110-140 km/h war allerdings immer nochda!-was tun?Ich hörte ein paar mal davon das die Shadows ein Problem mit den Antriebswellen hätten .Diese sollen ausschlagen und das entstandene Spiel soll Vibrationen beim Fahren verursachen.Eine kurze Funktionsbeschreibung:Radseitig sind die Antriebswellen (auch Deetreutwellen genannt) durch ordinäre Kreuzgelenke mitdem Radträger verbunden die von Zeit zu Zeit abgeschmiert werden müssen.Differenzialseitig sieht die Welle aus wie das Endstück eines Knochens welcher in einem ovalenTopf steckt der wiederum im Differenzial steckt.Der "Knochen" gleitet beim Einfedern des Fahrzeugs in dem Topf hin und her.Da im Fahrbetrieb die ganze Kraft des Motors an diesen Bauteilen anliegt , sollte man dafürsorgen ,das in den Töpfen immer genug Öl ist um für eine ausreichende Schmierung zu sorgen .Oft ist durch Undichtigkeiten das Öl längst davon gelaufen ,- Resultat : mehr oder wenigerausgeschlagene Töpfe die dann zu den oben genannten Vibrationen führen kann.Dies war bei meinem Shadow das "Korpus Delikti"Abhilfe:Die einfachste und kostengünstigste Lösung wäre ,die Töpfe von links nach rechts zu tauschen .Durch die meist einseitige Drehrichtung (zu 99,99% fährt man ja vorwärts) haben die Töpfe nur aufeiner Seite Verschleiß , da wo bei Vorwärtsfahrt die Kraft wirkt .Wenn man die Töpfe tauscht wirkt die vorwärts wirkende Kraft ja auf dem Fleck wo vorher dieKraft beim Rückwärtsfahren gewirkt hat und wo so gut wie noch kein Verschleiß anzutreffen ist .Wenn man Pech hat , wurde das allerdings im Laufe der Jahre schon beim Vorbesitzer gemacht ,der Geld sparen wollte und zu diesem Mittel gegriffen hat .Neu Töpfe sind, wenn man Sie überhaupt noch bekommt, sehr teuer.Ich entschied mich für eine andere Lösung ,die bestimmt nicht die günstigste ,dafür bestimmt aberdie effizienteste war , nämlich den vieler Orts gelobten "Lobro Kitt"Was ist ein Lobro Kitt ?Er besteht aus Antriebswellen mit homokinetischen (und wartungsfreien) Gelenken die durchGummimanschetten geschützt und mit Molykotefett befüllt sind.Diese Wellen , die übrigens made in Germany sind ,haben bei den SZ Modellen also Spirit ,Spurbzw. Mulsane Einzug gefunden . Man hat wohl dazugelernt !Mit den Wellen alleine ist es aber noch nicht getan , man braucht natürlich auch die dazugehörigenFlansche die Differenzialseitig und Radseitig beim "SZ" verbaut sind .Der Einbau dieser Wellen in meinen Shadow gestaltete sich eigentlich problemlos .Was etwas Schwierigkeiten gemacht hat war beim Ausbau das Abziehen der original Flansche vomRadträger .Die Bohrung im Flansch ist leicht konisch und wird mit einer dicken Mutter an den Radträgerverschraubt .Selbst mein stabiler Abzieher den ich in Eigenregie angefertigt habe ist auf einer Seite an seineGrenzen gestoßen.Die Flamme des Schweißbrenners hat dann aber letztendlich doch noch zum Erfolg geführt .Durch die Hitze hat sich der Flansch ausgedehnt und ließ sich lösen .Dem Baukastenprinzip (den anscheinend sogar Rolls-Royce hat) sei Dank ist der Einbau ohneProbleme von Statten gegangen .Resultat :Keine Unwuchten oder Vibrationen mehr !! In keinem Geschwindigkeitsbereich und auch nichtbeim Beschleunigen !!Der finanzielle so wie der zeitliche Aufwand hat sich (für mich) auf jeden Fall gelohnt !!

 

Oliver O`Keefe